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Alternative Medizin

Seit Urzeiten ist das Leben des Menschen mit der Natur und Pflanzenwelt eng verbunden. Alles bezog der Mensch aus der Natur. Die Pflanzen dienten als Material für Behausungen, Kleidung, Ernährung und Heilmittel.

Als der Mensch noch in unmittelbarem Kontakt mit der Natur lebte, besaß jede Hausmutter, jeder Sippen-Älteste große Kenntnisse im Auffinden und der Anwendung der von der Natur dargebotenen Heilmittel.
Die alten Kulturvölker, besonders die Ägypter, Griechen und Römer, erhoben die Heilpflanzenkunde später zur Wissenschaft. Berühmte Ärzte des Altertums -Hippokrates, Doiskorides und Galen- haben in ihren Schriften das ganze Wissen der damaligen Zeit niedergelegt.
Nach dem Ausbreiten des Christentums waren es besonders die Klöster, die das Erbe der Antike weiter pflegten und vor dem Untergang bewahrten.

In den Schriften des Mönchs Strabus (840), der Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) und Albertus Magnus (1193-1280) finden wir Kenntnisse und Erfahrungen der griechischen, römischen und germanischen Ur-Völker vereint. Bis in das 18. Jahrhundert war es undenkbar, dass sich jemand ohne ein gründliches Studium der Botanik und der Heilpflanzenkunde der medizinischen Wissenschaft zuwenden konnte.

Durch die Entwicklung der chemischen Wissenschaft wurden die Heilpflanzen in den Hintergrund gedrängt. Heute sucht die medizinische Wissenschaft sehr häufig wieder den Weg zurück zur Natur.
Es besteht kein Zweifel, dass der Naturheilgedanke immer tiefer in die Standardmedizin eindringen wird.